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Orange Wein – die vierte Weinfarbe?

Logo - Orange Wein

Orange Wein was ist das denn nu´wieder!

Ach ich mag Riesling. Als der Verkaufsleiter vom Domänenweingut Schloss Schönborn, Herr von den Benken, von Ihrem Orange Wein aus der Rebsorte Riesling sprach, war mein Interesse geweckt. Solch einen orangenen Wein bekommt man nicht häufig zu probieren und dann noch aus der edlen Weinsorte Riesling. Gesagt, getan… ich habe sofort für unsere Hausmesse ein Muster bestellt. Leider ist das Paket aus dem Rheingau nicht rechtzeitig zur Messe bei uns eingetrudelt. Der Wein hat aber den Weg zu uns ins Weinblatt gefunden und heute war es dann soweit. Ich habe den Wein schon heute morgen im Weinblatt umkreist, aber da war keine Ruhe. Stecken wir doch in den Vorbereitungen zur Weinprobe „Käse & Chutneys trifft auf Wein“  am Freitag und dem Herbstmarkt am Sonntag im Westfalenpark.

Wie wird ein Orange Wein gemacht?

Zuerst sollte ich einmal sagen, dass die Art der Weinbereitung schon über 4500 bis 5000 Jahre alt sein soll. Nachzulesen bei Wikipedia-Orange Wein.
In Georgien werden die Weine schon immer in Quevris auf der Maische bereitet. Aber langsam… Quevris sind Amphoren, die keine Henkel haben und ausschließlich zur Weinbereitung Verwendung finden. Aus statischen Gründen werden Sie in der Erde vergraben. Noch zu Römer-Zeiten war das eine gängige Art der Weinbereitung. Heutzutage wird diese Art der Weinherstellung nur noch in Georgien angewendet. Aber zurück zu unserem Wein. Ein Orange Wein wird häufig, muss aber nicht in der Quevris ausgebaut werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Oranger_WeinZu dem Wein

Der Riesling über den ich hier schreibe, ist unter Ausschluss der Luft ausgebaut worden. Die Traubenschalen haben 62 Tage mit auf der Maische gelegen. Das verleiht dem Wein seine außerordentlich orangene Farbe. Aber nicht nur das! Durch die alkoholische Gärung werden die Gerbstoffe aus der Traubenschale ausgewaschen und geben dem Wein eine zusätzliche Lagerfähigkeit. Danach wird der Wein zusätzlich im Holz ausgebaut. Gefüllt wird dieser Wein wie in den alten Tagen. Er wird nicht filtriert und bekommt kein SO2 (Sulfit). Die Gerbstoffe, die der Wein nun mal aufgrund seiner Maische-Standzeit hat, machen den Schwefel unnötig. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu sehr in die Tiefe gehen. Ihr bekommt natürlich bei mir im Weinblatt weiterführenden Informationen zu dem Thema oder Ihr lest den sehr informativen Beitrag auf Wikipedia nach, den ich obern verlinkt habe.

Und wie schmeckt nun dieser Orange Wein?

Die Farbe ist schon etwas besonderes, sieht der Wein doch so aus, als wäre er schon circa dreißig Jahre alt und leicht trüb. Aber dem ist nicht so! Er riecht ein wenig nach grünem Tee und hat eindeutig die Gerbstoffe wie dieser. Des Weiteren finde ich in der Nase Anklänge von Kräutern und Trockenobst. Auf der Zunge ist dieser Orange Wein fasst unbeschreiblich! Grapefruit-Noten, ein Frucht-Kompott aus getrockneten Früchten, deutliche Kräuternoten und eine rassige Säure mit gut eingebundenen Gerbstoffen machen diesen Wein wahrlich zu etwas Besonderen. Ich werde diesen Wein gleich heute beim Weingut ordern und sobald er da ist könnt ihr diesen Wein bei uns probieren.

Autor:

Ich führe seit Januar 1991 das Weinblatt - wein, präsente & mehr in Dortmund Aplerbeck. Wir führen eine große Auswahl internationaler Weine mit dem Schwerpunkten Biowein und veganem Biowein. Darüber hinaus bieten wir Ihnen ausgesuchte Präsente, Brände, Liköre und Feinkost. Selbstverständlich veranstalten über das Jahr viele Themen-Weinproben, offene Probiertage und Tastings.

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